Wortflucht.

Hier entsteht ein Blog, der sich mit allem rund um Bücher beschäftigt. Egal ob Rezensionen, Neuentdeckungen oder auch Fundstücke, die wieder ausgegraben wurden. Ein Blog, der sich nur dem Buch und dem Handwerk Lesen widmet. Eine Flucht in die Welt der Buchstaben, eine Flucht in die Welt der Worte.
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Rezensionen.

Lissie.


Julia.

Ein 17jähriges Mädchen, das auf der Suche nach ihrem persönlichen Romeo in die Welt der Worte flieht, um das zu finden, was sie in der Realität vergeblich sucht. Sie rettet die Welt, kämpft mit Drachen, findet den Mörder und lebt die Liebe - in der Welt der Worte. Mehr?
Lesejahr 2009.

Friedrich von Schiller: Kabale und Liebe



Autor: Friedrich von Schiller
Titel: Kabale und Liebe
Taschenbuch, 120 Seiten
Verlag: Hamburger Lesehefte Verlag
Sprache: Deutsch



Was erwartet man von einem Buch, dass die Überschrift Intrigen und Liebe trägt und gleichzeitig noch mit dem Untertitel Ein bürgerliches Trauerspiel versehen ist? Um ehrlich zu sein, habe ich bei meinem ersten Kontakt mit dieser Lektüre – meinem ersten Drama - im Deutschunterricht der 9. Klasse nicht viel von diesem Stück erwartet. Die Gattung des Dramas als solches war eher befremdend als das es in mir irgendwelche Erwartungen hervorgerufen hätte, also wurde es mit ein wenig Zurückhaltung wie es bei Schullektüren nicht selten der Fall ist, angegangen. Und ich muss sagen: ich war bereits damals von diesem Werk angetan.
Schiller thematisiert in seinem Werk die Liebe zwischen der Bürgerlichen Luise Millerin und dem vom Hof stammenden Ferdinand von Walter, dem Sohn des Präsidenten. Dieser soll auf Wunsch des Vaters eine Ehe mit der Engländerin Lady Milford eingehen, von der sich der Präsident, Ferdinand’s Vater, mehr Einfluss beim Herzog erwartet. Als Ferdinand seinem Vater jedoch die Liebe zu der Tochter des Musikus‘ gesteht und damit eine Hochzeit mit der Lady ausschließt, plant sein Vater mit Hilfe von Sekretär Wurm, der Ferdinand als Nebenbuhler ausschalten will, eine Intrige, die schließlich das Band zwischen den beiden Liebenden zerreißt, was letztlich beider Tod bedeutet.
Was mich überzeugt hat, sind zum einen die deutlich ausgeprägten Charaktere sowie die Dialoge, die gut strukturiert und durchdacht sind. Die Geschichte ist fesselnd, erinnert aber stark an Shakespeares Romeo und Julia. Dennoch gehört es zu den wenigen Werken, die man – meiner Meinung nach – einmal gelesen haben sollte.
6.4.09 11:45
 


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